Google wurde dafür kritisiert, seine Entscheidung, die Pläne zum Abschaffen der Third-Party-Cookies im Chrome-Browser aufzugeben, aufzugeben, wobei Datenschützer dem Unternehmen vorwerfen, Werbeeinnahmen über den Schutz der Privatsphäre der Nutzer zu stellen, schreibt Infosecurity Magazine.
Am 22. Juli verriet Anthony Chavez, VP der Privacy Sandbox Initiative bei Google, dass der Technologieriese die Abschaffung der Third-Party-Cookies auf der Plattform nicht mehr vorantreiben werde. Stattdessen habe Google einen alternativen Ansatz vorgeschlagen, der angeblich die Nutzerentscheidung verbessern soll.
Chavez sagte: „Anstatt Third-Party-Cookies abzuschaffen, würden wir eine neue Erfahrung in Chrome einführen, die es den Nutzern ermöglicht, eine informierte Entscheidung zu treffen, die sich auf ihr Web-Browsing auswirkt, und sie könnten diese Entscheidung jederzeit anpassen. Wir diskutieren diesen neuen Weg mit Regulierungsbehörden und werden mit der Branche zusammenarbeiten, während wir ihn ausrollen.“
Chavez nannte die „wesentliche Arbeit“ und die Auswirkungen auf Publisher und Werbetreibende bei der Umstellung auf Privacy Sandbox-APIs als Grund für die Entscheidung.
Privacy Sandbox-Funktionen, die sowohl für Chrome- als auch für Android-Plattformen entwickelt werden, sind Technologien, die darauf ausgelegt sind, Third-Party-Cookies auslaufen zu lassen, verdeckte Nachverfolgung zu begrenzen und die Privatsphäre zu stärken, während sie Websites dennoch den Zugriff auf Nutzerinformationen ermöglichen.
Das Privacy Sandbox-Programm wurde im Januar 2020 eingeführt, kurz nachdem Google seine Pläne zum Blockieren von Third-Party-Cookies im August 2019 erstmals bekannt gab.
Third-Party-Cookies sind kleine Datendateien, die von Websites auf die Computer der Nutzer heruntergeladen werden, um deren Online-Aktivitäten für Werbezwecke zu verfolgen.
Es bestehen erhebliche Datenschutzbedenken hinsichtlich ihrer Verwendung, und große Technologieunternehmen wie Microsoft und TikTok wurden von Datenschutzaufsichtsbehörden aufgrund ihrer Praktiken im Zusammenhang mit Cookies erheblich mit Geldbußen belegt.
Datenschützer haben die Kehrtwende von Google kritisiert und darauf hingewiesen, dass andere große Webbrowser, darunter Mozilla Firefox und Apple Safari, Cookies in den Jahren 2019 bzw. 2020 gestoppt haben.
Die Kehrtwende von Google kommt nur drei Monate nach einem Update des Technologieriesen im April 2024 zu seinen Plänen zur Abschaffung von Drittanbieter-Cookies. In diesem Update kündigte das Unternehmen an, weiterhin an der Abschaffung von Drittanbieter-Cookies festzuhalten und die Bemühungen Anfang 2025 voranzutreiben.



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