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Der Große Wendepunkt: UK stoppt verpflichtende digitale Arbeitsnachweis-IDs

UK streicht verpflichtende digitale Arbeitsnachweis-IDs nach Gegenwind, was die Ziele für 2029 beeinflusst.
Linda Zola
Linda Zola
9. Januar 2026
Der Große Wendepunkt: UK stoppt verpflichtende digitale Arbeitsnachweis-IDs

Eine dramatische Kehrtwende: Die digitale ID-Verpflichtung wird auf Eis gelegt

Der Premierminister, Sir Keir Starmer, erklärte nur knapp vier Monate zuvor emphatisch: „Sie werden im Vereinigten Königreich nicht arbeiten können, wenn Sie keine digitale ID haben. Es ist ganz einfach“, hat die Regierung eine dramatische Richtungsänderung vollzogen und die umstrittene Anforderung für alle Arbeitnehmer, sich im nationalen digitalen Identitätssystem zu registrieren, um ihre Arbeitsberechtigung nachzuweisen, verschoben. Diese Entscheidung, die am späten 14. Januar 2026 bestätigt wurde, wurde von Bürgerrechtsgruppen mit Erleichterungsseufzern und von der Wirtschaftsgemeinschaft mit Verwunderung aufgenommen.

Der ursprüngliche Plan, der im September 2025 vorgestellt wurde, zielte darauf ab, die Identitätsprüfung zu vereinfachen, illegale Beschäftigung zu bekämpfen und letztlich den Zugang zu öffentlichen Diensten zu erleichtern. Wesentlicher Bestandteil war eine kostenlose, staatlich ausgestellte Digitale ID, die sicher in einer GOV.UK-Digital-Brieftasche auf einem Smartphone gespeichert wird und bis zum Ende dieses Parlaments die einzige akzeptable Methode für Recht auf Arbeit (RtW) Checks werden sollte. Das Konzept war, die „bunte Mischung aus papierbasierten Systemen“ durch eine effiziente, prüfbare digitale Bescheinigung zu ersetzen.

Der Grund für die Rücknahme: Datenschutz und öffentlicher Widerstand

Die obligatorische Natur des Systems wurde schnell zu einem politischen und gesellschaftlichen Brennpunkt. Kritiker, darunter Oppositionspolitiker und Datenschutzbefürworter, äußerten umgehend ernste Bedenken und zeichneten das System als potenziellen Vektor für Massendatenüberwachung und als „Honeypot für Hacker“. Das enorme öffentliche Gegenstück, das durch eine parlamentarische Petition, die schnell fast drei Millionen Unterschriften sammelte, hervorgehoben wurde, erwies sich als unüberwindbar für die Regierung.

Im Kern wurde der Plan zum Opfer seiner eigenen Ambitionen. Was als moderne, nahtlose digitale Lösung gedacht war, wurde von einem bedeutenden Teil der Öffentlichkeit als ein repressiver Schritt in Richtung digitaler Kontrolle wahrgenommen. Regierungsquellen geben jetzt an, dass die freiwillige Natur des Systems, anstatt verpflichtend zu sein, ein notwendiger Kompromiss sei, um das öffentliche Vertrauen nicht zu untergraben und das System inklusiv zu halten, wodurch diejenigen geschützt werden, die keinen Smartphone-Zugang haben oder sich in ländlichen Gebieten befinden. Der Fokus verschiebt sich nun weg von der Einwanderungskontrolle und hin zur Nutzung der Digitalen ID als Werkzeug für breitere Bequemlichkeit beim Zugang zu öffentlichen Diensten.

Die entscheidende Nuance: Digitale Checks versus Digitale ID

Hier führt die Richtungsänderung zu einer komplexen technischen Unterscheidung. Für den erfahrenen HR-Fachmann oder Tech-Blogger ist die Nachricht kein vollständiger Verzicht auf die Digitalisierung, sondern vielmehr eine Rücknahme einer bestimmten, vom Staat unterstützten Bescheinigung. Die Recht auf Arbeit-Checks selbst bleiben verpflichtend, und die Regierung bekräftigt nach wie vor ihr Engagement für eine volle Umstellung auf digitale RtW-Checks bis 2029.

Man kann es mit einer Analogie erklären: Die Regierung hat die verpflichtende Anforderung gestrichen, ein spezifisches, staatlich entwickeltes Auto für eine geplante Reise zu kaufen. Allerdings bleibt die Verpflichtung, die Strecke auf der digitalen Autobahn zu absolvieren—mithilfe einer zertifizierten, elektronisch verifizierbaren Methode—bestehen. Für den Moment behalten die Arbeiter die Wahl, bestehende alternative digitale Dokumente (wie elektronische Visa oder biometrische Pässe) zu verwenden, um ihre Arbeitsberechtigung nachzuweisen. Dies ist eine Rückkehr zu einer vertrauteren, wenn auch fragmentierten Compliance-Landschaft, in der die im Rahmen des Digital Identity and Attributes Trust Framework (DIATF) etablierten digitalen Überprüfungsmethoden weiterhin eine wichtige Richtung darstellen.

Compliance-Methode Originaler, abgeschaffter Pflichtplan Aktueller/überarbeiteter Plan (2026-2029)
Digitale ID-Registrierung Verpflichtend für alle Arbeitnehmer Optional für alle Arbeitnehmer
Recht auf Arbeit-Checks Verpflichtend Verpflichtend
Prüfmethodik Nur über die neue Digitale ID (bis 2029) Über bestehende digitale Methoden (z.B. Share Codes, Biometrische Pässe) oder die optionale Digitale ID

Auswirkungen für HR und Technik: Eine anhaltende Unklarheit

Für Arbeitgeber und HR-Technologieanbieter stellt diese Richtungsänderung eine herausfordernde Herausforderung dar. Sie müssen nun eine verlängerte Phase der Unklarheit navigieren. Während das Versprechen eines einzelnen, einfachen und sicheren Checks—eine große Erleichterung für Compliance-Teams—verschwunden ist, besteht auch die Gefahr, ein System durchzusetzen, das auf tiefem öffentlichen Widerstand basierte. HR-Tech-Firmen, die ihre Onboarding-Lösungen ursprünglich um die verpflichtende Digitale ID herum aufgebaut hatten, sehen sich nun vor der Aufgabe, mehrere, komplexe Verifizierungspfad weiter zu unterstützen.

Letztendlich bestätigt diese Kehrtwende, dass im Bereich der digitalen Identität die Technologie das öffentliche Meinungsbild nicht übertreffen kann. Die langfristige digitale Vision der Regierung für 2029 bleibt bestehen, aber der Weg zu dieser Zukunft ist jetzt ein viel vorsichtigerer, gewundener Pfad, der die Wahl und bürgerliche Freiheiten über eine einfache, erzwungene technologische Anordnung stellt. Die nächste entscheidende Phase wird die öffentliche Konsultation sein, die endlich beginnen wird, die Details dieser weicheren, optionalen digitalen Zukunft zu festigen.

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